Die Abkürzung LOVT bedeutet: LösungsOrientiertes VerhaltensTraining.

Unsere Ausbildung zum LOVT-Trainer/zur LOVT-Trainerin wird von Sabine Berndt geleitet. Frau Berndt ist Ergotherapeutin, Psychotherapeutin, SI-Therapeutin sowie ADS-Elternberaterin in Hamburg und arbeitet unter anderem nach dem LOVT-Konzept.

Die folgenden Erklärungen sind ihrer Homepage www.ergo-berndt.de entnommen.

Das LOVT-Konzept deckt den gesamten Altersbereich vom Baby bis zum Erwachsenen, ab.

Für den Bereich der Kinder mit Down Syndrom, autistische Kinder, Kinder mit Aufmerksamkeitsstörungen/ Verhaltensauffälligkeiten usw. – als auch für Kinder mit Lernschwierigkeiten wird dieses Konzept erfolgreich eingesetzt.

Beziehungsarbeit

Die positive Beziehung zwischen den Kindern und ihren Bezugspersonen steht als wichtiges Ziel im Zentrum jeder Behandlung. Die Beziehung dient als Brücke zum Aufbau von „ich will mich anstrengen“ und zum Aufbau positiver Eigensteuerung in den verschiedensten Lebensbereichen. Eine günstige Eigensteuerung bedeutet hohe Motivation, Anstrengungsbereitschaft, Selbstsicherheit, Kooperation mit den Bezugspersonen (auch Therapeuten, Lehrern, Erziehern), positiver Umgang mit schwierigen Fördersituationen und positiver Umgang mit den eigenen Schwierigkeiten. Das LOVT-Konzept ermöglicht selbst bei extrem unkooperativen, lernunwilligen Kindern eine hohe Lernmotivation aufzubauen. Die Kinder lernen in ihrem eigenen Tempo, gemäß ihrer individuellen Fähigkeiten, zu lernen.

Verhaltenssteuerung im Sekundenfenster

Das LOVT-Konzept nutzt die Videotechnik, um das Verhalten zu analysieren. Damit werden ungünstige, unbewusste Signale bewusst gemacht und anschließend wird versucht, neues, alternatives Verhalten und somit hilfreiche Signale aufzubauen.

In der sekundengenauen Videoanalyse wird die Bedeutung der „Verhaltenssteuerung im Sekundenfenster“ erläutert.

Alle Reaktionen, die eine Bezugsperson bis zu längstens EINER SEKUNDE nach dem Verhalten des Kindes setzt, entscheiden über dessen weitere Handlungsweisen. Damit sind sowohl belohnende als auch bestrafende Signale einer Bezugsperson gemeint.

Meist ist es den Bezugspersonen jedoch nicht bewusst, was sie genau in diesem so ausschlaggebenden Sekundenfenster tun, da dies vor allem Körperhaltung, Gestik und Mimik betrifft. Doch diese unbewusst ablaufenden Interaktionsmuster entscheiden!

Mithilfe des LOVT-Konzeptes können Eltern und andere Bezugspersonen anhand des Sekundenfensters lernen, sozial unerwünschtes oder selbstblockierendes Verhalten ihres Kindes in eine positive Richtung zu lenken. Das Kind kann so etwa lernen, stolz auf seine Anstrengung zu sein, mit Fehlern umzugehen, eine angemessene Arbeitsgeschwindigkeit zu entwickeln oder auch in Abwesenheit der Bezugsperson zielgerichtet zu arbeiten.