Menschen mit Down-Syndrom haben in jeder Körperzelle ein Chromosom von der Nummer 21 mehr.
Diese Chromosomenkonstellation bringt körperliche, geistige und emotionale Besonderheiten mit sich.
Den Name „Down-Syndrom“ hat der englische Arzt Dr. L. Down geprägt, der sich im 19. Jahrhundert für diese Chromosomenbesonderheit interessierte.
Etwa jedes 600. Neugeborene kommt mit dem Down-Syndrom zur Welt.
In Österreich leben etwa 8 000 Menschen mit dem Down-Syndrom.
Down-Syndrom ist keine „Krankheit“, sondern eine Veränderung im Chromosomensatz (die bei der Zeugung entsteht und in den allermeisten Fällen nicht erblich bedingt ist).
Menschen mit Down-Syndrom „leiden“ nicht, außer, wenn sie Schmerzen haben oder ausgestoßen werden.

Entwicklung

Menschen mit Down-Syndrom (auch Trisomie 21 genannt) sind Botschafter der Vielfalt des Lebens. Sie tragen in ihren Körperzellen 47 statt der üblichen 46 Chromosomen. Das 21. Chromosom ist dreifach vorhanden und es trägt jene Gene, welche diese Menschen so unverwechselbar und einzigartig machen.
In Österreich kommen jährlich etwa 80 Kinder mit  Down-Syndrom zur Welt

Wie verläuft deren Entwicklung?

Körperliche Merkmale, wie typische Gesichtszüge durch schräggestellte Augenlider, runder Kopf und einem kleineren Körperbau, können individuell bei Menschen mit Down-Syndrom in unterschiedlicher Ausprägung auftreten. Diese körperlichen Besonderheiten beeinträchtigen die Funktionsfähigkeit des Körpers allerdings nicht.
Neben den Auffälligkeiten im Aussehen ist auch in der körperlichen Entwicklung eine Verlangsamung zu beobachten. Zusätzlich kann es zur Fehlbildung von inneren Organen kommen.

Menschen mit Down-Syndrom gehen ihren eigenen gemütlichen Weg. Sie erlernen viele Dinge in ihrem eigenen Tempo und nach ihren eigenen Gesetzmäßigkeiten.
Das Greifen, Krabbeln, Laufen oder Sprechen entwickeln sie in ihrer persönlichen Geschwindigkeit. Durch eine Vielzahl von Unterstützungs- und Fördermöglichkeiten, wie zum Beispiel der Frühförderung, Physiotherapie, Logopädie oder Ergotherapie kann sich ihr großes Entwicklungspotential entfalten. Doch Vorsicht: nicht jedes Kind benötigt jede Therapie! Ein Zuviel kann sogar das Gegenteil des Erhofften bewirken. Damit sich Eltern eines (Klein)Kindes gut im Therapiendschungel zurecht finden können, ist eine umfassende Beratung durch die interdisziplinär tätige Frühförderin und den Kinderarzt von Vorteil.

Mit den geeigneten Unterrichtsmethoden können die meisten Kinder mit Down-Syndrom lesen, schreiben und rechnen lernen. Kindergärten und Schulen mit funktionierender Integration leisten hier einen bedeutsamen Beitrag.
Besondere Begabungen besitzen Menschen mit Down-Syndrom vielfach im sozialen Bereich.

Wie können wir Kinder mit Down-Syndrom am besten unterstützen?

Mit liebevoller Aufnahme und Betreuung durch die Familie von Anfang an, durch gute medizinische Versorgung und Vorsorge, durch gezielte Förderung und Therapien sowie durch deren selbstverständliche Integration in den Alltag! Niemand „leidet“ am Down-Syndrom an sich, sehr wohl leiden viele aber an Spott und Mitleid, an Zurückweisung und Unverständnis, am Übergangenwerden und Ausgeschlossensein.

Wie leben Menschen mit Down-Syndrom?

Sie haben, wie wir alle, unterschiedliche Talente und Begabungen und dafür benötigen sie Menschen, die ihnen viel zutrauen. Menschen mit Down-Syndrom von heute stehen mitten im Leben. Sie besuchen Schulen, flitzen über Schipisten, drehen Fernsehfilme, schreiben Bücher - und drängen vermehrt in den regulären Arbeitsmarkt. Menschen mit Down-Syndrom von heute wollen zeigen, was in ihnen steckt!

Alle sind anders normal. Normal sind alle anders.

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Nähere Infos:
Down-Syndrom Österreich