"MOBBING ist nicht ÄRGERN"


Sozialpsychiatrische Begleitung ist ein neues Angebot unseres Kompetenzzentrums in Leoben Hinterberg.

Mit Diplomsozialbetreuer Dominik Dobaj haben wir einen Begleiter im Team, der diese Zusatzausbildung bei der Caritas mit SEHR GUT abgeschlossen hat und der im Rahmen seiner Ausbildung viel über die unterschiedlichen Herausforderungen von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen kennengelernt hat.


Kinder, die gerade jetzt in unseren heimischen Volks- und Mittelschulen sitzen, sind zu oft mit dem modernen Begriff MOBBING konfrontiert und hören, wenn sie sich endlich einem Lehrer/einer Lehrerin anvertrauen noch immer viel zu oft die Sätze "Klärt das doch unter euch" oder "Das wirst du wohl aushalten und du wirst dich doch wehren können". Aus pädagogischer Sicht ist dies keine "HALTUNG", sondern ein kapitaler Fehlschuss. Kinder dürfen in MOBBING-Situationen NIEMALS allein gelassen werden. Sie müssen ernstgenommen und verstanden werden. Denn was ist es, das sie in diesen Situationen brauchen? Sie brauchen genau einen einzigen Menschen, der an sie glaubt! Einen, der hinter ihnen steht, an sie glaubt und da ist, wenn es Probleme gibt, über die man dann reden kann.

Nur einen einzigen Menschen! Und Lehrerinnen und Lehrer können diese Personen sein, die hier an vorderster Fron Verantwortung übernehmen und diesen Verhaltensweisen ein STOP-Zeichen vorstellen.

Mobbing ist nicht ärgern! Mobbing ist GEWALT. Gewalt mit Taten und Worten! Und Mobbing verursacht im Gehirn längerfristig massive Schäden.


Was passiert im Rahmen einer sozialpsychiatrischen Begleitung?


Es wird ein Tag vereinbart! Dominik kommt und verbringt mit dem Kind einige Stunden bei Outdoor-Aktivitäten und dergleichen! Das Programm bestimmt dabei das Kind. Den Inhalt dann Dominik. Angeboten werden u.a:


  • Positive Kommunikation

  • "ICH BIN OK - DIE ANDEREN SIND GEMEINSAM"

  • Erste HILFE in MOBBING-Situationen

  • Entspannungs - und Körperwahrnehmungsübungen

  • Übungen zur Stressregulation

  • Therapeutisches Spiel - (Spiegeln des Verhaltens des Kindes in Spielsituationen,...)

  • Übungen aus dem Bereich der Reflexintegration (Bei Bedarf)

  • Gemeinsames Verlassen der Komfortzone, um die Angstzone zu überwinden und in der Lernzone zu erfahren, wie fein es ist, NEUES zu probieren!


Im 1:1 Setting sprechen Kinder und Jugendliche sehr offen über ihre Träume, Wünsche und Gedanken und können, wenn sie die richtigen Worte dafür haben, verbalisieren, was sie brauchen, wenn es ihnen nicht gut geht. Diese Worte zu finden, um dann im Anschluss gemeinsam an Lösungswegen zu arbeiten, ist die Hauptaufgabe von Dominik in diesen Stunden. Denn: Dominik ist nur für wenige Stunden anwesend. In der Mobbing-Situation ist das Kind dann wahrscheinlich wieder allein. Umso wichtiger ist es, dass das Kind dann weiß, was es als erstes tun kann, um sich helfen zu können, ohne zuzuschlagen!


"Ich habe einfach noch nicht gewusst, wie ich mir jetzt helfen kann, als er so gemein war. Da habe ich zugeschlagen". Ein Satz, der im Rahmen eines Coachings gefallen ist. Eine Situation, die, als es so weit war, bereits vollends eskaliert ist, weil kein Lehrer hingeschaut hat und SchulkollegInnen überfordert mit der Situation gewesen sind. Situationen wie diese, passieren tagtäglich in unseren Schulen! DAS DARF NICHT SEIN!


Laut "STOP" zu schreien, ist für viele Kinder ein absolutes Verlassen der Komfortzone. Sie können es in diesen Situationen einfach nicht. Warum? Weil sie im Stressfenster sind und nur mehr FLÜCHTEN oder KÄMPFEN können. Geht beides nicht mehr, bleibt nur mehr ERSTARREN. "Fight, flight, freeze" in der Fachliteratur!

Das nutzen MOBBER dann gezielt aus und stochern weiter in der WUNDE und verletzen mit Fäusten und mit Worten! Als erste Reaktion aber ein lautes "STOP" schreien zu können, irritiert den Mobber im ersten Moment und gibt dem Opfer die Möglichkeit, aus der Situation zu kommen. Das kann man üben! Und auch das wird im Rahmen eines Coachings geübt.


Kinder, die Mobbingerfahrung gemacht haben, haben viel zu oft negativ konnotierte Sätze gehört und auf sich bezogen. Sie glauben bereits selbst, dass sie Schuld am geärgert werden haben, dass sie es sind, die stören und dass es sicher stimmt, dass sie kein "MANN", sondern die "MAUS" sind. Warum? Weil sie es immer und immer wieder hören. Der SELBSTWERT der Kinder ist viel zu oft bereits kurz unter der Nulllinie. Sie sehen sich also selbst bereits im negativen Licht.

Ziel der sozialpsychiatrischen Begleitung ist es, Kindern ihre Stärken und Fähigkeiten aufzuzeigen, um sie daran zu erinnern, was sie bereits alles geschafft haben und was sie im Stande sind, noch schaffen zu können.

So lässt sich die NEGATIVSPIRALE umdrehen und positiver Selbstwert erzeugen! Aus dieser Kraft heraus, lassen sich dann neue Aufgaben in Angriff nehmen und lösen!


"Wenn dein Kind gerade nicht auf dich hört, dann hört es vielleicht gerade auf sich selbst" - Kinder brauchen VORBILDER! Da ist sie wieder: Genau eine Person, die an es glaubt!


Und was den Kindern im Rahmen eines solchen Tages immer wieder mit auf die Reise gegeben wird :


"Manches Mal trösten uns nicht nur Menschen, denen wir wichtig sind und etwas bedeuten! Manches Mal trösten uns unsere eigenen positiven Gedanken!". Und dass die Kinder zur richtigen Zeit die richtigen POSITIVEN Gedanken haben, ist Aufgabe der Begleitung in kniffligen Situationen! Sollten Sie ebenfalls Interesse an einem Coaching-Termin für Ihr Kind haben, dann melden Sie sich bei uns!


Sehr gerne sind wir auch IHNEN und IHREM KIND ein LEUCHTTURM, der neue BLICKWINKEL beleuchtet und Wege ermöglicht!


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